Was braucht man zum Glücklichsein?
„Glück gehabt“, jubelt der Mann, der im Lotto die richtigen Zahlen getippt hat. „Glück im Unglück“, sagt die Frau, die nach dem Verkehrsunfall ihr demoliertes Auto ohne Verletzungen verläßt. „Ich bin glücklich“, freut sich das junge Mädchen, nachdem ihr Freund ihr die bedeutungsschweren Worte „Ich liebe dich“ ins Ohr geflüstert hat.
Ja, wir möchten glücklich leben. Aber wieso ist die Nähe zu Gott mein Glück? Ps 73,28 – Gott nahe zu sein ist mein ganzes Glück. Der indische Theologe Sundar Singh erzählte dazu einmal eine Geschichte: „Ein Junge geht mit seiner Mutter und einem Diener durch einen herrlichen Park. Plötzlich ist die Mutter nicht mehr da. Sie hat sich unbemerkt versteckt. Als der Junge das Fehlen der Mutter bemerkt, ruft er nach ihr. Der Diener versucht ihn zu trösten: ‚Sieh doch den schönen blauen Himmel‘, sagt er. ‚Sieh mal: die Wiesen, die bunten Blumen und die guten Früchte.‘ Aber das Kind jammert weiter nach seiner Mutter. Da tritt die Mutter aus dem Verborgenen. Sofort wird der Junge fröhlich. Jetzt sieht er auch all die schönen Dinge in seiner Umgebung. Mit der Mutter ist die Liebe zu dem Kind gekommen. Und nur wer Liebe erfährt, kann fröhlich sein.“
Erst wenn Gott wieder seinen Platz findet in unserem Herzen und unserem Leben, wird das Herz erfüllt mit seiner Liebe, seiner Vergebung, seinem Frieden. Glück ist eine Begleiterscheinung, wenn wir die Erfüllung unseres Lebens gefunden haben. Glücklich ist, wer mit Gott lebt. Und so bedeutet Glück für mich die innere Herzensgewißheit: Ich bin von Gott gesegnet, von Gott angenommen, von Gott geführt. Dann werde ich alles Schöne als Geschenk aus seiner Hand nehmen. Wenn ich Jesus habe, habe ich alles, auch wenn ich nichts hätte. Und wenn ich Jesus nicht habe, dann habe ich nichts, und wenn ich alles hätte. Die Liebe Gottes macht mich froh. Seine Nähe ist mein ganzes Glück.
Karsten Busch